GF54.00-P-0005-04A CAN-Datenbus Anwendungen  

Anwendungsgebiete für CAN-Datenbus

Derzeit werden unterschiedliche CAN-Datenbussysteme für Motorraum und Innenraum verwendet. Sie unterscheiden sich in den Übertragungsraten.
Der CAN-Motorraum (CAN-C) hat eine Übertragungsrate von 500 kbit/sec, der CAN-Innenraum (CAN-B) hat wegen der weniger zeitkritischen CAN-Botschaften nur eine Übertragungsrate von 83 kbit/sec.
Der Datenaustausch zwischen den beiden Datenbussystemen
erfolgt über sogenannte "Gateways", Steuergeräte, die mit beiden verbunden sind.

CAN-C/CAN-Motorraum
Am letzten Steuergerät auf jeder Seite sitzt der sogenannte Datenbusabschluss, ein Widerstand mit 120 , der zwischen die beiden Leitungen geschaltet ist.
Der CAN-Motorraum ist nur bei eingeschalteter Zündung aktiv.
  CAN-B/CAN-Innenraum
Einige Steuergeräte die am CAN-Innenraum hängen, sind unabhängig von der Zündung (z.B. Zentralverriegelung).
Deshalb muss der CAN-Innenraum auch ohne Zündung zur Verfügung stehen, das heißt es müssen auch ohne Zündung Datentelegramme übertragen werden können.
Um den Ruhestromverbrauch so niedrig wie möglich zu halten geht der CAN-Datenbus aber in eine "Schlafstellung" wenn keine Datentelegramme übertragen werden, und wird erst bei einem Datenbuszugriff wieder geweckt.
Wenn bei "schlafendem" CAN-Innenraum ein Steuergerät (z.B. beim Typ 202: Steuergerät Dachbedieneinheit (N70)) eine CAN-Botschaft sendet, wird die CAN-Botschaft nur vom Master (z.B. beim Typ 202: Steuergerät EZS (N73)) empfangen. Das jeweilige Mastersteuergerät speichert die CAN-Botschaft, und sendet eine Weckbotschaft (Wake-up) an alle Steuergeräte am CAN-Innenraum.
Bei "Aufwecken" prüft der Steuergerät (N73) das Vorhandensein aller Teilnehmer am CAN-Datenbus und sendet dann die vorher gespeicherte Botschaft.